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Universitätsklinikum Ulm
Schule für Medizinische Dokumentation

Berufe im Informationswesen
Ein Wegweiser zur Ausbildung

Quelle: T. KoboszDie Medizinische Informatik bearbeitet den Einsatz der Informatik in der Medizin und entwickelt dazu spezifische Verfahren. Dazu gehören z.B. die Computerverfahren zur Bilderzeugung bei der Computertomographie (CT) und der Magnetresonanztomographie (MRT), aber auch die Weiterverarbeitung konventionell erzeugter Bilder wie z.B. bei der digitalen Subtraktions-Angiographie (DSA), bei der zur besseren Darstellung der Blutgefäße ein Röntgenbild ohne Kontrastmittel von einem gleichartigen Röntgenbild mit Kontrastmittel subtrahiert wird.

Die Medizinische Informatik wurde in diesen Wegweiser aufgenommen, weil sie eng mit der medizinischen Information und Dokumentation verbunden ist. Diese enge Verknüpfung beginnt bei der Labordatenverarbeitung, geht über medizinische Arbeitsplatzsysteme bis hin zu einer elektronisch geführten Krankenakte und zum Krankenhausinformationssystem.

In einem voll ausgebauten Krankenhausinformationssystem werden alle Einzelbefunde beim Entstehen in einen Computer eingegeben und gespeichert. Auf Anfrage werden alle relevanten Informationen - aber nur die für die Anfrage relevanten Informationen und nur an den Berechtigten - in übersichtlicher Form präsentiert. Ein Krankenhausinformationssystem setzt ein krankenhausinternes Computernetzwerk, eine gute und vielseitige Benutzungsoberfläche und geschultes Krankenhauspersonal voraus. Medizinische Informatik wird aber auch in der pharmazeutischen Industrie und den Auftragsforschungsfirmen für die bei der Arzneimittelprüfung und -überwachung entstehenden Daten benötigt sowie bei der Industrie, die medizinische Geräte und Anlagen entwickelt und herstellt.

Berufe:

  • Diplom-Informatiker der Medizin
  • Zertifikat Medizinische Informatik und Zertifikat Medizinische Biometrie
  • Aufbaustudium Medizininformatik für Mediziner

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Ausbildungsstätten (HTML)

weiterführende Literatur (HTML)